Kategorie: Maxi Weimann
Die 1986 geborene Künstlerin Maxi Weimann beschäftigt sich in ihren Zeichnungen, Malereien, Fotos, Installationen und Soundarbeiten künstlerisch mit der Frage nach der Fetischisierung alltäglicher Objekte und persönlicher Erinnerungen. Im Sinne einer magischen Besetzung, die den Dingen, Erlebnissen oder Momenten, an denen wir hängen, eine besondere, oft von uns verklärte Bedeutung verleiht.
Diese Bedeutung verankert sich dabei in uns wie ein unsichtbarer Geist: Abwesend in der äußeren Erscheinung, doch stets gegenwärtig in der Wirkung auf den Einzelnen, der sie für sich festhält.
In dieser Werkreihe von Collagen zeigt sie fragmentierte weibliche Körper. Die Figuren werden durch Maxi Weimanns Eingriffe anonymisiert und erscheinen als Geisterhaftes, das den Bildraum durchdringt, während abstrakte, spielerische Farb- und Forminseln nicht zur Ergänzung der Körper dienen, sondern eine eigenständige Abstraktion hinzufügen und die Bilderzählung der Körper teils zerstören und zensieren, oder wiederum rahmen und hervorheben und somit die bilderzählerische Relevanz der collagierten Elemente erforschen und hinterfragen. Überlappungen mit reduzierten, teils schelmisch und humoristisch abstrakten Elementen erzeugen Bewegung und räumliche Verdichtung, ohne die Identität der Figuren preiszugeben.
Die Collage wird so zu einem Verfahren, das den Blick herausfordert: Was macht einen Gegenstand bedeutsam? Wann rückt der in den Vordergrund, wann wird er zum Gespenst, das uns begleitend an unsere eigenen Erfahrungen erinnert?
Die Arbeiten erforschen das Spannungsverhältnis zwischen Präsenz und Abwesenheit, ein Gefühl des “Dazwischenseins” und Anonymität, sowie das Fremde im eigen(artigen) Blick und stellen die Frage nach Relevanz und Repräsentation im Bildnerischen. Die Werke laden dazu ein, den Blick zu schulen: Auf das, was wir sonst übersehen, was uns „erinnert“ und doch fremd bleibt.
Durch die jeweilige Koppelung der Arbeiten mit den Geschmacksprofilen der von Jannis Böttger kuratierten Weine wird synästhetisch das Potential einer weiteren Ebene von Assoziationen, Emotionen, persönliche Erinnerungen im Betrachtenden hervorgerufen, mit denen er die Collagen erleben kann.
CV
Born 1986, lives and works in Berlin
education
2008-2013 Kunsthochschule Mainz, Studies of Fine Art in the class of Prof. Friedemann Hahn (Painting)
2010-2011 Hochschule für Bildende Künste Dresden, Studies of Fine Art in the class of Prof. Eberhard Bosslet (Installation and Space)
2013-2014 Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Studies of Fine Art in the class of Prof. Joachim Blank (Media Art)
exhibitions (S) soloshow, (G) groupshow
2024
Werkschau, Studio Nest, Berlin (S)
2023
Art and Souna, Studio Nest, Berlin (G)
2022
BAAM – Berlin Affordable Art Market (G)
2021
Chilean Conexión, Monopol Berlin (G)
BAAM – Berlin Affordable Art Market (G)
2014
Troja, Klasse Blank, Kaufhaus Held Leipzig (G)
Soglia Show 3, Soglia Artspace, Leipzig (G)
Sentimental Johnny, Außenstelle Boppstraße, Mainz (S)
2013
Analyse Paradise, Peng-Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation, Mainz (G)
System of Diplomatic Chaos, Nassauischer Kunstverein (NKV), Wiesbaden (G)
Next Artists, ArtSpace RheinMain, Offenbach (G)
Hidden Track, Kunst im Abgeordnetenbüro, Landtag Mainz (G)
2012
Konfuse Erektionen, Sprechstunde bei Dr. Intenso, Außenstelle Boppstraße Mainz (S)
2011
Werkschau Klasse Bosslet, Außenstelle Pfotenhauerstraße, Dresden (G)
Jòvenes Artistas de Dresden, Centro de Grabado Contemporáneo, Santa Cruz de Tenerife (G)
COOP 6, ehemalige Diamantenbörse, Frankfurt am Main (G)
Verbrechen und Bild, Künstlerverein Walkmühle, Wiesbaden (G)
Sand für die Augen – Tabula Rasa, Kunstraum Harkort, Leipzig (G)
contact web: www.maxiweimann.de - IG: maxi_weimann - mail: maxiweimann@gmx.de